Viele Verstöße gegen Corona-Verordnung

Viele Verstöße gegen Corona-Verordnung

Die Berliner Polizei verzeichnet weiterhin zahlreiche Verstöße gegen die Verordnung des Senats zur Bekämpfung der Coronavirus-Ausbreitung.

Verstöße gegen Corona-Verordnung

© dpa

Ein Kommunikationsteam der Polizei geht Streife im Mauerpark.

Während einer 24-stündigen Kontrolle von Freitagmorgen (04. April 2020) bis zum Samstagmorgen notierten die Beamten in der gesamten Stadt 30 Strafanzeigen und 79 Ordnungswidrigkeiten, wie eine Sprecherin mitteilte. «Es war die gesamte Bandbreite dabei.»

Positiv: Keine «Coronapartys» oder geöffnete Bars

Illegal geöffnete Lokale mussten jedoch nicht geschlossen werden, es habe auch keine sogenannten «Coronapartys» von feiernden Jugendlichen gegeben. Insgesamt wurden demnach 111 Menschen im Freien und 30 Objekte kontrolliert. Rund 290 Polizisten waren am Freitag bis 18 Uhr im Einsatz, am Abend sowie in der Nacht waren es 150 Beamte.

Warteschlagen vor Baumärkten und Bäckereien

Das sonnige Wetter lockte am Samstag viele Berliner in die zahlreichen Parks der Hauptstadt - jedoch meist mit ausreichend Sicherheitsabstand zueinander. Auch Jogger waren unterwegs. Vor Bäckereien und Baumärkten bildeten sich zum Teil lange Warteschlangen. Auf dem Alexanderplatz und in vielen Einkaufszentren sowie U-Bahnstationen herrschte dagegen ungewohnte Leere. Die Fußgänger trugen vermehrt Mundschutz.

Kontaktverbot gilt zunächst bis 19. April 2020

«Hin und wieder gibt es ein paar Verstöße gegen die Verordnung», sagte die Polizeisprecherin am Nachmittag. Für ein Fazit sei es noch zu früh. Auch ein Polizeihubschrauber werde eingesetzt, um Hinweise auf größere Menschenansammlungen zu prüfen. Diese hätten sich jedoch bislang nicht bestätigt. Der Berliner Senat hatte das seit dem 23. März geltende sogenannte Kontaktverbot am Donnerstag bis zum 19. April verlängert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 4. April 2020 20:14 Uhr

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