Berliner Gefangene nähen Atemmasken für Altenpfleger

Berliner Gefangene nähen Atemmasken für Altenpfleger

In den Berliner Männer-Gefängnissen Tegel und Moabit nähen Inhaftierte jetzt Atemmasken.

Mundschutz

© dpa

Auch Gefangene leisteten ihren Beitrag zur Eindämmung der Coronakrise, ließ Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Mittwoch (01. April 2020) mitteilen. Nach Angaben seines Sprechers Sebastian Brux laufe die Herstellung einfacher Stoffmasken ohne Filter gerade an. Ein Teil davon solle an den Verein Die Johanniter in den Bereich der Altenpflege gehen.

Insassen nähten bislang Kissen oder Kuscheltiere

Wie viele Masken gefertigt werden, sei noch nicht abzusehen, sagte Sprecher Brux. An den Nähmaschinen sitzen demnach Gefangene mit Grundkenntnissen, die professionell begleitet und beaufsichtigt werden. Diese Insassen hätten bislang Kissen oder Kuscheltiere genäht. Jetzt werde die Produktion angesichts der Krise umgestellt.
Einfache Mund-Nasen-Schutz stellen in Berlin inzwischen Nähereien, Theaterwerkstätten oder berufliche Schulen her, immer mehr Menschen nähen ihn selbst. Auch in Pflegeheimen ist Schutzmaterial für Mitarbeiter knapp.

RKI: Selbstgenähte Masken können helfen

Das Robert Koch-Institut hält selbstgebastelte Masken zum Schutz anderer Menschen für hilfreich. «Es hängt vom Material ab», hatte RKI-Präsident Lothar Wieler eingeschränkt. Doch auch ein selbstgebauter Schutz halte Tröpfchen zurück, wenn man huste und niese.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 1. April 2020 16:52 Uhr

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