Straßen nach getöteten Polizisten benannt

Straßen nach getöteten Polizisten benannt

Zwei Straßenstücke in Berlin-Neukölln tragen nun auch offiziell die Namen von zwei Polizisten, die im Dienst getötet wurden. Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte bei einer kleinen Feier am Donnerstag: «Die Umbenennungen zeigen, dass wir solidarisch hinter denen stehen, die uns beschützen.» Es gehe auch um ein Zeichen der Anerkennung für die ganze Polizei. Polizeipräsidentin Barbara Slowik betonte vor rund 200 Polizisten und Lokalpolitikern: «Sie sind nicht in Vergessenheit geraten.» Jedes Jahr würden die Kollegen an die beiden Getöteten erinnern.

Das neue Straßenschild der Uwe-Lieschied-Straße in Neukölln

© dpa

Besucher versammeln sich um das neue Straßenschild der Uwe-Lieschied-Straße in Neukölln.

Ein Stück der bisherigen Morusstraße wurde zur Uwe-Lieschied-Straße. Aus einem Teil der bisherigen Kopfstraße wurde die Roland-Krüger-Straße. Beide Polizisten waren in Neukölln getötet worden.
Der Kommissar Roland Krüger starb 2003, als er mit anderen Kollegen seines Spezialeinsatzkommandos (SEK) eine Wohnung stürmte. Ein gesuchter Täter schoss ihm in den Kopf. Uwe Lieschied wurde im März 2006 erschossen, als er Taschenräuber an der Hasenheide verfolgte. Mehrere tausend Polizisten erinnerten danach mit einem Schweigemarsch an ihren Kollegen.
Der Berliner Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Norbert Cioma, teilte mit: «Die Morde an den beiden haben uns vor Augen geführt, wie verletzlich auch wir sind und wie schnell ein Einsatz Leben fordern kann - eine Warnung für uns alle. Unsere Gedanken sind bei ihnen und bei ihren Angehörigen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 27. Februar 2020 19:12 Uhr

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