Käthe-Kollwitz-Museum zieht ins Schloss Charlottenburg

Käthe-Kollwitz-Museum zieht ins Schloss Charlottenburg

Das Berliner Käthe-Kollwitz-Museum bekommt eine neue Bleibe. Das öffentlich geförderte Museum in privater Trägerschaft wird vom Jahr 2022 an im Theaterbau des Schlosses Charlottenburg zu finden sein. Museumsdirektorin Josephine Gabler kann dann nach Angaben vom Donnerstag mit rund 1000 Quadratmetern auf deutlich mehr Ausstellungsfläche als bisher zurückgreifen. Gleichzeitig sollen sich die laufenden Kosten kaum erhöhen. «Das Museum geht einer guten Zukunft entgegen», sagte Gabler. Nach Umbauarbeiten soll von 2024 an das gesamte Obergeschoss des frühklassizistischen Gebäudes zur Verfügung stehen.

Neuer Standort des Käthe-Kollwitz-Museums

© dpa

Besucher stehen auf dem Hof von Schloss Charlottenburg.

Vermieter der Räumlichkeiten im Westflügel des Schlosses ist die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Generaldirektor Christoph Martin Vogtherr sieht in der inhaltlichen Ausrichtung des Museums, «das sich dem Leben und Werk von Käthe Kollwitz und ihren Zeitgenossen sowie der Rezeption der Künstlerin in der Gegenwartskunst widmet, eine wunderbare Ergänzung zu unserem Angebot im Schloss und im Park Charlottenburg».
Die Bildhauerin und Grafikerin Kollwitz (1867-1945) lebte und arbeitete mehr als 50 Jahre in Berlin. Viele ihrer Motive holte sie sich aus dem Berliner Arbeitermilieu. Das nach ihr benannte Museum geht zurück auf die Sammlung des Galeristen Hans Pels-Leusden. Seit 1986 sitzt das Museum in einer Stadtvilla in Charlottenburg.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 27. Februar 2020 15:24 Uhr

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