Windows 7: Drittel aller Anwender ignoriert Support-Ende

Windows 7: Drittel aller Anwender ignoriert Support-Ende

Rund 30 Prozent aller PC-Anwender haben immer noch das veraltete Betriebssystem Windows 7 im Einsatz. Das geht aus Berechnungen des Sicherheitsunternehmens ESET hervor.

Die Aufnahme zeigt die Tastatur eines Notebooks mit Aufklebern

© dpa

Für die Uralt-Software gibt es von diesem Dienstag (14. Januar 2020) an keinen kostenlosen Support durch Microsoft mehr. Außerdem unterstützt der Konzern künftig auch nicht mehr die Server-Betriebssysteme Microsoft Server 2008 und 2008 R2. «Wer weiterhin die drei Dinosaurier im Einsatz hat, muss mit gravierenden Folgen für die Sicherheit seiner Daten beziehungsweise seines Unternehmens rechnen», sagte Sicherheitsexperte Thomas Uhlemann von ESET. «Entfallen die regelmäßigen Sicherheit-Patches, werden bekanntgewordene Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen.»

Auch das Land Berlin ist betroffen

Zu den öffentlichen Einrichtungen, die den rechtzeitigen Umstieg auf ein modernes Betriebssystem nicht vollständig umgesetzt haben, gehört die Berliner Stadtverwaltung. Dort waren im Dezember knapp zwei Drittel der 82.000 IT-Arbeitsplätze auf Windows 10 umgestellt worden. Experten gehen davon aus, dass das Land Mittel für einen gesonderten Support-Vertrag bereitstellen muss, um die noch nicht umgestellten Arbeitsplätze am Laufen zu halten.

Viele Unternehmen nutzen Windows 7

Windows 7 kam vor über zehn Jahren am 22. Oktober 2009 als Nachfolger des erfolglosen Windows Vista auf den Markt. Auch der Nachfolger Windows 8 kam mit Startschwierigkeiten und überzeugte viele Nutzer nicht. Daher blieben vor allem viele Unternehmen Windows 7 über Jahre hinweg treu.
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Schwachstellen erleichtern Cyberangriffe

Die Schwachstellen des Systems, die künftig nicht mehr kostenlos geflickt werden, könnten Cyberangriffe erleichtern, warnte ESET. Entwickler von Schadprogrammen hätten bereits gezielt Schadcodes für bekannt gewordene Windows-Schwachstellen programmiert. «Der Umstieg auf ein modernes Betriebssystem ist für Unternehmen und Privatanwender unausweichlich», sagte Uhlemann. «Cyberkriminelle warten nur darauf, nicht mehr geschlossene Sicherheitslücken bei Windows 7 auszunutzen. Die weiterhin hohen Nutzerzahlen versprechen fette Beute.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 13. Januar 2020 12:47 Uhr

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