Totes Schaf in Gatow: Keine Wolfsspuren gefunden

Totes Schaf in Gatow: Keine Wolfsspuren gefunden

Der Tod eines Schafes in Gatow ist nicht auf einen Wolf zurückzuführen.

Schafherde

© dpa

Symbolbild

Das habe die Auswertung von DNA-Spuren und des Kadavers ergeben, sagte Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag (17. Dezember 2019). Verschiedene Gutachten seien angefertigt worden. Die Bissspuren wiesen auf Hundeartige hin. Dies können sowohl Hunde als auch andere Tiere wie etwa Füchse sein. Das Letztere ein Schaf reißen, sei aber unwahrscheinlich.
Das Schaf war Ende Oktober auf dem Kinder- und Familienbauernhof Vierfelderhof in Gatow tot aufgefunden worden. Es sei durchaus auch möglich, dass das Schaf ohne Fremdeinwirkung gestorben ist und sich danach sofort Tiere daran zu schaffen gemacht haben, erklärte Ehlert. Ihm zufolge gab es auch im Grunewald Fälle von toten Schafen, die aber später gemeldet wurden. Auch hier konnten keine Tötungen durch Wölfe nachgewiesen werden. Dass wildernde Hunde Wild- und auch Nutztiere reißen, komme in Berlin aber mehrmals pro Jahr vor.
In der Hauptstadt gibt es Ehlert zufolge bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis für ein Wolfsvorkommen. Bekannt sind jedoch Wolfsrudel im Süden und Norden und Osten der Stadt. Daher gilt als wahrscheinlich, dass die Tiere Berliner Gebiet schon durchquert haben und früher oder später auch verlässlich gesichtet werden. Grundsätzlich sei die Stadt jedoch kein favorisierter Lebensraum von Wölfen, sagte Ehlert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 23. Dezember 2019 11:45 Uhr

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