Günther kritisiert Klimagipfel: Eigene «Notlage»-Maßnahmen

Günther kritisiert Klimagipfel: Eigene «Notlage»-Maßnahmen

Nach den mageren Ergebnissen des Weltklimagipfels will Berlins Umweltsenatorin Regine Günther auf landespolitische Maßnahmen setzen. «Es ist ein verheerendes Signal, dass die Weltgemeinschaft die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat», kritisierte die Grünen-Politikerin am Montag im Berliner Radiosender 105’5 Spreeradio. Gerade weil einige Staaten weitergehende Beschlüsse blockierten, müssten Kommunen und einzelne Länder im Klimaschutz deutlich zulegen. «Deshalb haben wir die Klimanotlage für Berlin anerkannt», sagte Günther mit Blick auf einen Senatsbeschluss vor einer Woche. Maßnahmen dazu wolle sie im Januar dem Senat vorschlagen.

Regine Günther

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Regine Günther, die Umweltsenatorin von Berlin.

Der Weltklimagipfel in Madrid war am Sonntag mit einem schwachen Kompromiss zu Ende gegangen. Die Delegierten einigten sich zwar darauf, alle knapp 200 Staaten an ihre Zusage zu erinnern, ihre Klimaschutzziele für 2030 nach Möglichkeit zu verschärfen. Die wichtige Debatte zu Regeln für den Handel mit Klimaschutz-Gutschriften wurde aber auf das nächste Jahr vertagt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 16. Dezember 2019 13:41 Uhr

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