Berliner Sportbund beschließt Maßnahmen zum Kinderschutz

Berliner Sportbund beschließt Maßnahmen zum Kinderschutz

Der Landesportbund Berlin will mit neuen Standards bei der Ausbildung von Übungsleitern Kinder besser vor Missbrauch schützen.

So verlangt der LSB künftig für alle neuen Übungsleiterlizenzen oder von Lizenzverlängerungen ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis, wie der Verband am 12. Dezember 2019 mitteilte. «Die aktuellen Fälle sexuellen Missbrauchs in Sportvereinen haben gezeigt, dass von uns noch mehr Verantwortung verlangt wird», sagte LSB-Präsident Thomas Härtel, «durch die Änderung der Ausbildungsordnung haben wir nun die Möglichkeit, bei Verdacht oder Kenntnisnahme von Verstößen, direkt auf die Vereine und ihre Übungsleiter zuzugreifen.»
Zusätzlich müssen die Übungsleiter den Ehrenkodex der Deutschen Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund unterschreiben, mit dem sich Ehrenamtliche sowie neben- und hauptamtliche Mitarbeiter verpflichten, für den Schutz des Kindes einzutreten. Bei einem Verstoß hat der Landessportbund dann das Recht, die DOSB-Lizenzen zu entziehen, sperren oder ruhen zu lassen. Das gilt auch für eine Verurteilung, die in einem strafrechtlichen Verfahren nach § 174ff. StGB (sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen) erfolgt ist, wie der LSB weiter mitteilte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 12. Dezember 2019 16:58 Uhr

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