Evangelische Landeskirche geht von mehr Ausgaben aus

Evangelische Landeskirche geht von mehr Ausgaben aus

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) rechnet für das nächste Jahr mit Ausgaben in Höhe von 207,5 Millionen Euro. Dies wären 2,7 Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr eingeplant wurden, wie die EKM am Freitag mitteilte. Für das Jahr 2021 ist ein Haushaltsvolumen von 205,2 Millionen Euro im Gespräch. Der Doppelhaushalt 2020/2021 wurde am Freitag in der Landessynode - eine Art Kirchenparlament - beraten. Er soll am Samstag verabschiedet werden. «Mit dem ersten Doppelhaushalt der EKM setzen wir den Weg der finanziellen Konsolidierung und Stabilisierung weiter fort», sagte EKM-Finanzdezernent Stefan Große.

Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland

© dpa

Die Eröffnung der Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM).

Die Landeskirche geht davon aus, dass sie im nächsten Jahr 106,45 Millionen Euro an Netto-Kirchensteuer einnehmen kann. Dies ist die Haupteinnahmequelle der EKM. Für das Jahr 2021 rechnet die EKM mit 104,9 Millionen Euro aus Kirchensteuern.
Bei der Landessynode stand am Freitag auch die Wahl eines Regionalbischofs für den Propstsprengel Meiningen-Suhl an. Tobias Schüfer erreichte im dritten Wahlgang die Zwei-Drittel-Mehrheit. Er setzte sich gegen Jacqueline Barraud-Volk durch. Schüfer wurde in Eisenach geboren und studierte Evangelische Theologie in Halle, Tübingen und Jena.
Zum Propstsprengel Meiningen-Suhl gehören sieben Kirchenkreise. Schüfer wird als Regionalbischof für die geistliche und seelsorgerische Leitung dieser Region verantwortlich sein. Regionalbischöfe sind stimmberechtigte Mitglieder im Landeskirchenrat und werden bei der EKM für zehn Jahre gewählt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 29. November 2019 11:50 Uhr

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