Klöckner verteidigt Umweltregelungen bei Landwirten

Klöckner verteidigt Umweltregelungen bei Landwirten

Bundesagrarministerin Julia Klöckner hat geplante Neuregelungen zum Umwelt- und Tierschutz gegen Kritik verteidigt und mehr Beteiligung der Landwirte angeboten. Beim Insektenschutz solle jede Maßnahme mit den Bauern besprochen und auf ihre Wirkung hin untersucht werden, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag bei einer Protestkundgebung vor mehreren Tausend Landwirten in Berlin. Sie rief die Branche zugleich auf, sich gesellschaftlichen Erwartungen zu stellen. Wo zu viel Nitrat im Grundwasser gemessen werde, «da müssen wir reagieren», sagte sie mit Blick auf strengere Düngeregeln.

Julia Klöckner (CDU) bei Bauernprotest in Berlin

© dpa

Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, spricht bei einer Protestaktion von Bauern.

Klöckner kündigte für kommenden Montag (2. Dezember) ein Treffen bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an, zu dem rund 40 landwirtschaftliche Organisationen eingeladen seien. Sie kritisierte Erwartungen an mehr Umwelt- und Tierschutz, während es in Supermärkten Billigpreise für Fleisch und Wurst gebe. Es sei unanständig, so etwas anzubieten - aber auch, so etwas zu kaufen.
Der Protest der Landwirte richtet sich unter anderem gegen geplante schärfere Vorgaben zum Insekten- und Umweltschutz und weitere Düngebeschränkungen zum Schutz des Grundwassers. Die Bauern warnen vor einer Existenzgefährdung von Betrieben und fordern von der Politik eine stärkere Einbeziehung bei neuen Umweltauflagen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 26. November 2019 15:31 Uhr

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