Verfassungsschutz: Künftig Heimarbeitsplätze

Verfassungsschutz: Künftig Heimarbeitsplätze

Beamte des Berliner Verfassungsschutz sollen künftig auch in einigen Bereichen von zu Hause aus arbeiten können. Das kündigte der Chef des Verfassungsschutzes, Michael Fischer, an. «Wir müssen als attraktiver Arbeitgeber erscheinen. Das heißt, wir müssen auch dafür sorgen, dass es eine möglichst ausgeglichene Work-Life-Balance gibt. Das wollen die Bewerberinnen und Bewerber heutzutage», sagte Fischer der Deutschen Presse-Agentur.

Michael Fischer

© dpa

Michael Fischer, Chef des Berliner Verfassungsschutzes.

«Wir schauen auch, dass wir zum Beispiel - das klingt für einen Nachrichtendienst etwas merkwürdig - Heimarbeitsplätze anbieten.» In einem überschaubaren Bereich sei das durchaus möglich. «Das geht zum Beispiel dann, wenn offene Quellen gelesen und bewertet werden müssen.»
Die Werbung um gutes Personal sei auch für eine Behörde wie seine wichtig, etwa bei der Beobachtung von Rechtsextremisten, die in Internet-Foren oder auf Spieleplattformen unterwegs seien, sagte Fischer. «Wir brauchen Fachkräfte, die soziologisch und technisch so gebildet sind, dass sie in der Szene mithalten können. Da müssen wir uns verstärken. Davon brauchen wir mehr, als wir jetzt haben.» Gerade in Berlin sei das nicht immer so einfach. «Wir sind auf dem Markt natürlich ein Arbeitgeber unter vielen und haben hier in Berlin starke Konkurrenz, etwa von Bundesbehörden.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 25. November 2019 07:15 Uhr

Weitere Meldungen