Zentralrat der Juden: Fortschritte im Dialog mit Muslimen

Zentralrat der Juden: Fortschritte im Dialog mit Muslimen

Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht Fortschritte im Zusammenleben von Juden und Muslimen in der Bundesrepublik. In Gesprächen zwischen Bürgern beider Religionen seien in den vergangenen Monaten deutliche Gemeinsamkeiten spürbar geworden, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster am Mittwoch in Berlin. Er zog dabei eine vorläufige Bilanz des Projekts «Schalom Aleikum», mit dem Begegnungen jüdischer und muslimischer Bürger unterstützt werden.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Berlin

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Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Berlin.

So seien in Berlin Start-Up-Gründer aus beiden Religionsgemeinschaften zusammengekommen. Dabei hätten beide Seiten festgestellt, dass sie als Unternehmer die gleichen Probleme hätten. «Ob sie jüdisch oder muslimisch sind, spielt dabei keine Rolle», sagte Schuster. Ähnliche Erfahrungen hätten Schüler in Würzburg, Frauen in Leipzig und Senioren bei einer Zusammenkunft in Osnabrück gemacht. Gemeinsam seien vielen Teilnehmern aber auch häufig Erlebnisse von Ausgrenzung und Diskriminierung, sagte Schuster.
Das Projekt wird von der Integrationsbeauftragten des Bundes, Annette Widmann-Mauz, gefördert. Schuster erklärte, man wolle jenseits der Funktionärsebene zu einem «kleinen Stück» gesellschaftlichen Friedens beitragen. «Es gibt Vorurteile auf beiden Seiten», sagte er. Erschwerend sei allerdings, dass in arabischen Ländern antisemitische und antiisraelische Propaganda teilweise «Staatsdoktrin» seien.
Im kommenden Jahr soll das Projekt in sozialen Brennpunkten ausgebaut werden. Dabei werde es auch um das Mobbing gegen jüdische Schüler und antisemitische Schimpfworte gehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. November 2019 13:01 Uhr

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