Studien stärken Buchpreisbindung für Kulturgut Buch

Studien stärken Buchpreisbindung für Kulturgut Buch

Durch zwei neue Studien sieht sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in seinem Einsatz für einen Bestand der Buchpreisbindung gestärkt. Für die dabei notwendige Datenbasis und die beiden Untersuchungen investierte der Börsenverein nach Angaben vom Freitag in Berlin 300 000 Euro.

Buch-Sybolfoto

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Eine Mutter liest in einem Buch.

Georg Götz, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Gießen, untersuchte unter anderem den Einfluss von Buchhändlern auf den Absatz weniger bekannter Autorinnen und Autoren. Danach verdanken 97 Prozent solcher Titel ihren Erfolg nur oder auch dem Buchhändler an der Ecke. «Sie wären ohne den stationären Handel keine Bestseller geworden», sagte Götz.
Im Vergleich zu Großbritannien, wo die Buchpreisbindung Mitte der 1990er Jahre abgeschafft wurde, stellte Götz jenseits der Bestseller einen höheren Absatz in der Breite des Buchangebotes fest. Wenn Buchhandlungen schließen, werden in der Folge jährlich im Schnitt 6116 Bücher pro fehlender Buchhandlung weniger abgesetzt, auch weil das Minus nur zu einem Teil von E-Books und Onlinehandel kompensiert wird.
Andreas Fuchs, Juraprofessor an der Universität Osnabrück, untersuchte im Auftrag des Börsenvereins die Frage der Vereinbarkeit der Buchpreisbindung mit dem europäischen Wirtschaftsrecht. Nach seiner Einschätzung wird der Wettbewerb nicht vollständig ausgeschaltet. Es bestehe kein Handlungsbedarf, sagte Fuchs in Berlin. Die Buchpreisbindung sei mit dem EU-Recht vereinbar.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 8. November 2019 15:49 Uhr

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