Auf Friedhofsgelände soll Flüchtlingsunterkunft entstehen

Auf Friedhofsgelände soll Flüchtlingsunterkunft entstehen

In Kreuzberg soll auf einem Friedhofsgelände eine Flüchtlingsunterkunft entstehen. Geplant sei eine Anlage mit «langfristiger Perspektive» für etwa 150 Bewohner und mit guten Integrationsbedingungen, sagte der Geschäftsführer im Evangelischen Friedhofsverband Berlin Stadtmitte, Ekki Gahlbeck, am Freitag. Gedacht sei an Ein- bis Vierzimmer-Apartmentwohnungen. Das Gebäude soll auf einer nicht genutzten Wirtschaftshoffläche des Friedhofes Friedrichswerder in Holzmodulbauweise errichtet werden. Er hoffe, dass im nächsten Jahr gebaut werden könne.

Gahlbeck zufolge sei Bedenken bei früheren Planungen Rechnung getragen worden, indem der Abstand zu den Gräbern vergrößert wurde. Auch eine alte Eiche auf dem Gelände könne stehen bleiben. Jetzt müsse noch wegen des Denkmalschutzes Klarheit geschaffen werden. Eine weitergehende Bebauung der denkmalgeschützten Friedhöfe mit Wohnungen sei nicht beabsichtigt. Gahlbeck kündigte eine öffentliche Informationsveranstaltung an, bei der Anwohner und Friedhofsnutzer über das Projekt informiert werden sollen.
Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg unterstützt nach eigenen Angaben das Bauvorhaben. Demnach sollen in den nächsten Jahren 1000 Unterkunftsplätze und auch normale Wohnungen für Geflüchtete geschaffen werden, hieß es. Das Bauvorhaben sei Teil dieses Konzeptes. Der Bezirk habe eine positive denkmalschutzrechtliche Stellungnahme abgegeben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 8. November 2019 15:42 Uhr

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