Berliner Derby und Demonstrationen: Polizei steht vor Großeinsatz

Berliner Derby und Demonstrationen: Polizei steht vor Großeinsatz

Die Berliner Polizei bereitet sich mit einem Großaufgebot auf mehrere Demonstrationen und das Fußballderby zwischen dem 1. FC Union und Hertha BSC am Samstag vor.

In Polizei-Westen gekleidete Polizisten

© dpa

«Wir werden mit 1500 Kräften in der Stadt unterwegs sein. Wie sich diese verteilen hängt vom Tagesverlauf ab», sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag (31. Oktober 2019). Zum ersten Mal treffen am Abend die Bundesliga-Teams von Union und Hertha in der Hauptstadt aufeinander - Anstoß ist um 18.30 Uhr an der alten Försterei in Köpenick.

Derby stellt erhöhtes Risiko dar

Die Polizei sieht in dem Derby eine Veranstaltung mit erhöhtem Risiko und wird darauf achten, die beiden Fanlager voneinander getrennt zu halten. «Wir haben Gefährderansprachen im zweistelligen Bereich durchgeführt.»
Für das ausverkaufte Stadion wurde ein Alkoholverbot festgelegt, berichtete Union-Pressesprecher Christian Arbeit. Rund 22 000 Tickets seien vergeben worden. 2500 Hertha-Fans würden in dem Stadion An der Alten Försterei erwartet.

Mehrere Demonstrationen am Samstag

Bereits am Vormittag (11.00 Uhr) startet am Neptunbrunnen in Mitte eine Demo gegen die türkische Militär-Offensive in Nordsyrien. Das Motto des Protestzuges lautet: «Stoppt den Krieg, Solidarität mit Rojava». Eine Privatperson hat nach Polizeiangaben 1000 Teilnehmer angemeldet. Die Organisatoren hatten bundesweit zum Mitmachen aufgerufen.
Auch linke Aktivisten wollen das Thema am Nachmittag unterstützen. Unter dem Motto «Projects united – Wir bleiben alle!» rufen mehrere Alternativprojekte ab 15.30 Uhr zu einer Sterndemo durch Neukölln, Kreuzberg und Friedrichshain auf. Unter anderem soll für den Erhalt der Neuköllner Kiezkneipe «Syndikat» demonstriert werden. Endpunkt des Protestzugs ist am Abend die Rigaer Straße, wo es zuletzt nachts immer wieder zu Angriffen auf Polizisten gekommen ist.
Bislang seien in Berlin alle Proteste gegen die türkische Militär-Offensive weitestgehend friedlich verlaufen, sagte die Polizeisprecherin. Es werde gelegentlich «die eine oder andere Fahne» der kurdischen YPG-Miliz geschwenkt. Die Sicherheitskräfte wollen die Demonstrationen vor möglichen Störern schützen und sie von anderen Veranstaltungen getrennt halten.
Berliner Naschmarkt
© Florian Niedermeier

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 31. Oktober 2019 16:45 Uhr

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