Streik: Fußball-Schiedsrichter protestieren nach Gewaltzunahme

Streik: Fußball-Schiedsrichter protestieren nach Gewaltzunahme

Die Berliner Schiedsrichter streiken gegen die Gewaltzunahme auf den Fußball-Plätzen. Der Fußballverband der Hauptstadt (BFV) gab die Entscheidung des Schiedsrichterausschusses am Freitag auf seiner Homepage bekannt. Alle Referees seien von ihren Spielen am Samstag und Sonntag abgesetzt worden.

Schiedsrichter zeigt Rote Karte

© dpa

Ein Schiedsrichter zeigt einem Fußballspieler die rote Karte.

«Bereits jetzt nach wenigen Spieltagen haben wir 109 Vorfälle von Gewalt und Diskriminierung auf den Berliner Plätzen zu verzeichnen», zitierte der BFV den Schiedsrichterausschuss. Demnach richtete sich die Gewalt 53 Mal konkret gegen die Schiedsrichter. «Das sind alarmierende Zahlen, hier ist Handlungsbedarf gefordert und ein deutliches Stopp-Zeichen zu setzen.»

Betroffen sind alle Spielklassen unterhalb der Berlin-Liga

Die Entscheidung sei mit deutlicher Mehrheit gefällt worden, sagte Jörg Wehling als Vorsitzender des BFV-Schiedsrichterausschusses dem Sender rbb24. Das Präsidium des BFV wollte sich am 25. Oktober 2019 in einer Telefonkonferenz beraten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 25. Oktober 2019 15:29 Uhr

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