Arbeitsgericht: Klage von geschasstem Gedenkstätten-Vize

Arbeitsgericht: Klage von geschasstem Gedenkstätten-Vize

Das Berliner Arbeitsgericht verhandelt heute die Klage des früheren Vize-Direktors der Stasi-Opfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen gegen seine Kündigung. Der Kläger wurde zu dem Termin nach Gerichtsangaben persönlich geladen. Bei einem Gütetermin im Februar hatte er sich von einem Anwalt vertreten lassen. Damals kam keine Einigung zustande.

Justizia

© dpa

Eine Statue der Justizia.

Dem heute 60-Jährigen war wegen Sexismusvorwürfen gekündigt worden. Der Anwalt hatte am Rande der Verhandlung gesagt, sexuelle Übergriffe habe es nicht gegeben. Seinem Mandanten gehe es nicht um eine Abfindung. Sein Ziel sei, ins Arbeitsverhältnis zurück zu kommen.
Mehrere Volontärinnen, Mitarbeiterinnen und Praktikantinnen hatten der «Führungsetage» sexistisches Verhalten vorgeworfen und an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sowie Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) geschrieben. Lederer ist auch Vorsitzender des Stiftungsrats. Das Gremium beschloss die Kündigungen des Stellvertreters sowie des Gedenkstätten-Direktors Hubertus Knabe. Er soll nicht entschlossen genug gegen seinen Vize vorgegangen sein.
Der Rechtsstreit um die Abberufung Knabes, der die Vorwürfe zurückwies, wurde mit einem Vergleich beendet. Der Chefposten in Hohenschönhausen wurde inzwischen neu besetzt. Der jetzige Direktor Helge Heidemeyer sei auch zu dem Prozess geladen, so das Gericht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 6. Oktober 2019 18:50 Uhr

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