Köpenick: Drei Verletzte bei Brand in Flüchtlingsunterkunft

Köpenick: Drei Verletzte bei Brand in Flüchtlingsunterkunft

Bei einem Brand in einer Asylbewerberunterkunft in Köpenick sind drei Menschen verletzt worden. Sie wurden mit Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus gebracht, wie ein Feuerwehrsprecher am Dienstagabend (10. September 2019) sagte. Es handele sich um einen Wachmann und zwei Bewohner. Der Brand sei schnell gelöscht worden.

Ein Fahrzeug der Feuerwehr

© dpa

Ein Fahrzeug der Feuerwehr.

In der Unterkunft in der Alfred-Randt-Straße leben derzeit 286 Flüchtlinge, wie der Sprecher des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten, Sascha Langenbach, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Etwa 200 müssten in andere Unterkünfte verlegt werden, weil die Unterkunft stark verraucht sei. Sie sollen nun in Treptow-Köpenick, Neukölln und Pankow unterkommen. Für Familien sei wichtig, dass die Kinder weiter in ihre Schulen gehen könnten, sagte er. In einer ersten Schätzung war zunächst von 80 Menschen die Rede gewesen, die vorübergehend die Unterkunft wechseln müssten.

Feuer war um 17.20 Uhr gemeldet worden

Es war laut Feuerwehr in einer Wohnung im 2. Geschoss des Container-Baus ausgebrochen. Die Unterkunft in Köpenick war eine der ersten, die in Containerbauweise in Berlin für Flüchtlinge errichtet wurde. Sie ist laut Langenbach seit 2014 in Betrieb.

Kühlschränke lösten mutmaßlich Brand in Flüchtlingsunterkunft aus

Falsch angeschlossene Kühlschränke haben wahrscheinlich den Brand in der Asylbewerberunterkunft in Köpenick ausgelöst. Bisherigen Erkenntnissen der Brandermittler nach waren diese unsachgemäß ans Stromnetz angeschlossen, wie ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen sagte. Die Beamten gehen daher von fahrlässiger Brandstiftung aus.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 11. September 2019 09:03 Uhr

Weitere Meldungen