Demonstranten tanzen gegen Gentrifizierung in Berlin

Demonstranten tanzen gegen Gentrifizierung in Berlin

Unter dem Motto «Wem gehört die Stadt?» ist eine Tanzdemo gegen Gentrifizierung und Diskriminierung am Samstagnachmittag durch Berlin gezogen. Die Veranstalter sprachen von «mehreren Tausend» Teilnehmern, die Polizei nannte zunächst «knapp unter Tausend». Die Demonstranten zogen vom U-Bahnhof Eberswalder Straße über den Rosa-Luxemburg-Platz und die Jannowitzbrücke zum Moritzplatz.

Protest gegen Zwangsräumung

© dpa

Teilnehmer einer Demo. Foto: Paul Zinken/Archivbild

Musikwagen sorgten für die Beschallung. «Wir wollen Politik und Spaß miteinander verbinden», sagte Sprecher Maximilian Schirmer vom Kollektiv Kirsch. Vor von Schließung bedrohten Clubs wollten die Teilnehmer Blumen niederlegen. Berlin gehöre nicht der Politik oder der Verwaltung, sondern jedem einzelnen Bürger.
«Alle müssen für ihre Stadt einstehen, gegen Verdrängungsprozesse», betonte Schirmer. Die Initiative unterstützt auch Volksbegehren für die Enteignung von großen Immobilienkonzernen wie der Deutsche Wohnen. Berlin müsse ein Ort bleiben, an dem es nicht auf Herkunft, Reichtum oder das Geschlecht ankomme. Nach Polizeiangaben verlief die Demonstration friedlich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 7. September 2019 17:30 Uhr

Weitere Meldungen