Organisationen brauchen für Katastrophenschutz mehr Geld

Organisationen brauchen für Katastrophenschutz mehr Geld

Das Rote Kreuz (DRK) und andere Berliner Hilfsorganisationen haben vom Senat dringend mehr Geld für die Erfüllung ihrer Aufgaben im Katastrophenschutz gefordert. Wegen völlig überalterter Fahrzeuge und baufälliger Gebäude sei die Lage inzwischen wirklich schlimm, sagten Vertreter des DRK, des Arbeiter Samariter Bundes (ASB), des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter Unfallhilfe am Freitag.

Deutsches Rotes Kreuz

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Ein etwa 30 Jahre alter Lkw des Deutschen Roten Kreuzes. Foto: Wolfgang Kumm

Die Einsätze für Katastrophenschutz hätten zugenommen, es gebe mehr Hitzewellen, Stürme und Hochwasser, dazu kämen die Hilfseinsätze etwa bei der Flüchtlingsbewegung 2015 und dem Terroranschlag 2016. Trotzdem zahle das Land seit Jahren viel zu wenig Geld für den Katastrophenschutz, obwohl der eine staatliche Aufgabe sei.
Derzeit erhalten die vier Organisationen sowie die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) insgesamt etwa 150 000 Euro im Jahr. Das decke nur einen Bruchteil der laufenden Kosten, kritisierten die Vertreter. Den überwiegenden Teil würden durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Sie verlangten vom Senat eine Million Euro im Jahr als Zuschuss für die laufenden Kosten sowie einmal zwei Millionen Euro für die Sanierung von Gebäuden und für neue Fahrzeuge. Am Montag wird im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses, der für diesen Bereich zuständig ist, über den neuen Finanzplan des Landes für die nächsten beiden Jahre beraten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 23. August 2019 15:50 Uhr

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