Tim Renner: Mehr Freiraum am Checkpoint Charlie

Tim Renner: Mehr Freiraum am Checkpoint Charlie

Der ehemalige Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner plädiert dafür, bei der Neugestaltung des Checkpoint Charlie mehr Freiraum zu schaffen. «Einen Ort, an dem Millionen Leute ihren Gedenkort haben, kann man nicht gleichzeitig zu einem urbanen Gebiet erklären. Also zu einem Ort, an dem die Menschen ganz normal leben und arbeiten», sagte Renner dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). «Das machen wir ja am Gendarmenmarkt oder am Brandenburger Tor auch nicht.»

Renner und weitere Mitstreiter aus der Kulturszene fordern dem Bericht zufolge keine normalen Wohnungen, sondern höchstens Studentenwohnungen oder Co-Living. Hauptsächlich gehe es um mehr Freifläche für die Besucher am ehemaligen Grenzübergang - und für Kultur. Am Dienstag habe Renner seinen Vorschlag eingereicht, heißt es im RBB-Bericht.
Eine Idee ist demnach, mit zwei ausgedienten Panzern die Friedrichstraße für den Verkehr zu sperren. «Wie damals zu Zeiten des Kalten Kriegs», so Renner laut RBB. Autofrei müsse der Platz seiner Meinung nach sowieso werden. Ziel sei es nicht, den Plan von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) zu verhindern.
Die Senatsverwaltung hatte kürzlich Pläne für das Gelände am Checkpoint Charlie vorgestellt, der als wichtiger Gedenkort der deutschen Teilung gilt. Sie sehen ein Museum des Kalten Krieges, Wohnungen und Gewerbeflächen vor. Auch ein fünfeckiger Stadtplatz soll entstehen. Hochhäuser sind nicht geplant.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 21. August 2019 11:10 Uhr

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