Warnwesten für Schüler: Senat prüft Vorwürfe gegen Sponsor Autodoc

Warnwesten für Schüler: Senat prüft Vorwürfe gegen Sponsor Autodoc

Die allermeisten frisch eingeschulten Berliner Erstklässler müssen auf ihre versprochenen kostenlosen Warnwesten für den Schulweg noch etwas warten.

Kinder mit Warnwesten

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Kinder mit Warnwesten.

Der Senat prüft derzeit, ob an Vorwürfen gegen den Sponsor der orangefarbenen Westen etwas dran ist. Das sagte ein Sprecher von Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) am 13. August 2019. Wann ein Ergebnis der Prüfung vorliege, sei noch unklar.
Bei den Vorwürfen geht es um die Firma Autodoc, ein großes Berliner Internetgeschäft für Auto-Ersatzteile. Werbung von Autodoc soll auf schwedischen Internetseiten, die rechtsextremen Inhalten nahe standen, zu sehen gewesen sein. Autodoc betonte am Dienstag, man habe mit Rechtsextremismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit nichts zu tun und distanziere sich vehement davon. Die Anzeigen seien schon 2017 auf sechs schwedischen Seiten erschienen. Man habe sie aber damals sofort gestoppt, als man davon erfuhr. Insgesamt schalte Autodoc Anzeigen auf 20 000 Internetseiten in 26 europäischen Ländern. Dafür würden eigens Firmen beauftragt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 13. August 2019 12:27 Uhr

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