Zwölfjähriger nach 1100 Kilometern Zugfahrt gefunden

Zwölfjähriger nach 1100 Kilometern Zugfahrt gefunden

Ein zwölfjähriger Junge aus Baden-Württemberg, der in Berlin vermutet wurde, ist wenige Tage nach seinem Verschwinden in Ungarn aufgegriffen worden. Damit war er rund 1100 Kilometer von seinem Heimatort entfernt. Der aus der Kleinstadt Kenzingen bei Freiburg stammende Junge wurde von Polizisten im Bahnhof von Budapest kontrolliert, teilte die Polizei am Dienstag in Freiburg mit. Er sei dort aufgefallen, weil er keinen Ausweis bei sich gehabt habe. Durch die Polizeikontrolle sei der Junge identifiziert worden.

Blaulicht

© dpa

Das Blaulicht eines Polizei-Einsatzfahrzeuges leuchtet. Foto: Marcus Führer/Archivbild

Von Kenzingen nach Budapest sei er eigenständig mit dem Zug gekommen. Er sei wohlauf und werde von den Behörden zurück nach Deutschland gebracht, wie es hieß.
Am Montag hatte die Berliner Polizei um Unterstützung bei der Suche nach dem Kind gebeten. Es wurde vermutet, dass sich der Junge aus eigenem Antrieb auf den Weg nach Berlin gemacht haben könnte, da er sich zur Rap-Szene in der Hauptstadt hingezogen fühlt. Da er regelmäßig Medikamente einnehmen muss, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass er sich in einer hilflosen Situation befinde, heißt es in dem Fahndungsaufruf der Polizei Freiburg.
Zu den Hintergründen, zum Motiv des Jungen oder dessen Reiseziel wollten sich die Beamten aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht äußern. Eine Straftat liege nicht vor, sagte ein Polizeisprecher.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 6. August 2019 20:50 Uhr

Weitere Meldungen