Friedliche Stimmung beim lesbisch-schwulen Stadtfest

Friedliche Stimmung beim lesbisch-schwulen Stadtfest

In Berlin-Schöneberg trifft sich die queere Community zum Stadtfest. Mit dabei sind auch schwule Schuhplattler - und zwei bekannte SPD-Köpfe.

Drei Frauen in Tierkostümen

© dpa

Drei Frauen in Tierkostümen besuchen das 27. lesbisch-schwule Stadtfest im Berliner Bezirk Schöneberg. Foto: Paul Zinken

Berlin (dpa/bb) - Eine Woche vor dem Christopher Street Day wehen in Berlin schon besonders viele Regenbohnenfahnen. Am Nollendorfplatz hat am Samstag bei guter Stimmung das lesbisch-schwule Stadtfest begonnen. «Das ist nach wie vor ein sehr großes Treffen», sagte eine Sprecherin der Veranstalter. Die Organisatoren erwarten bis Sonntagabend rund 350 000 Besucher, die Polizei machte keine Angaben.
Schirmherr des Fests ist Berlins früherer Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), angekündigt ist auch Juso-Chef Kevin Kühnert auf einer Bühne. Auftreten sollen zum Beispiel Bands und Sänger, eine Gruppe schwuler Schuhplattler und eine Hildegard-Knef-Imitatorin.
In diesem Jahr steht das Fest unter dem Motto «Gemeinsam gegen Rechts». Damit wollen sich die Veranstalter gegen Nationalismus und rechtspopulistische Parteien stellen, wie die Sprecherin sagte. Abseits der Bühnen wollen viele Initiativen ihre Arbeit vorstellen. Auch die Polizei ist mit einem Stand vertreten und setzt sich gegen Schwulenfeindlichkeit ein.
Eine Woche später ist in Berlin die Parade zum Christopher Street Day (CSD) geplant. Am Samstag (27. Juli) dürften wieder Tausende Menschen durch die Straßen ziehen. Der CSD erinnert traditionell an Vorfälle um den 28. Juni 1969 in New York: Nach einer Polizeirazzia in der Bar «Stonewall Inn» kam es zum Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen mit Straßenschlachten in der Christopher Street.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 20. Juli 2019 18:10 Uhr

Weitere Meldungen