Polizei beklagt Mangel an Experten und Schreibkräften

Polizei beklagt Mangel an Experten und Schreibkräften

Die Berliner Polizei hat nach eigener Darstellung zu wenig Fachleute und Schreibkräfte, die selber keine Polizisten sind, aber die Ermittlungsarbeit erst möglich machen. Polizeipräsidentin Barbara Slowik sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wir beschäftigen Chemiker, Biologen, Juristen, Computerexperten, Wirtschaftsexperten und auch zahlreiche Angestellte, die zuarbeiten, also Daten eingeben oder Protokolle auswerten und aufschreiben.» Gerade Schreibkräfte seien sehr wichtig. «So müssten die Mitschnitte von zum Teil sehr langen Vernehmungen abgetippt werden, damit Straftaten schnell genug bearbeitet werden können.»

Polizist

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Polizist in Uniform. Foto: Jens Büttner/Archiv

Mit der wachsenden Stadt und Polizei brauche man auch in diesem Bereich mehr Personal, das sei aber bislang in dem Entwurf des Landeshaushaltes für 2020/21 noch nicht enthalten. Slowik sagte, sie habe beim Senat für den neuen Haushalt insgesamt knapp 1000 zusätzliche Stellen, meistens für Angestellte, im Bereich der Verwaltung und der Fachkräfte beantragt. Bewilligt worden seien aber nur 100.
«Es lähmt die kriminalpolizeiliche Arbeit, wenn uns in diesen Bereichen die Leute fehlen», sagte Slowik. «Das gilt gerade auch für die Ermittlungen gegen rechtsextreme Täter und im Bereich Islamismus. Wir haben gute Auswertungssoftware, aber wenn ich niemanden habe, der sie mit Daten füllt, wird es schwierig.»
Der Berliner Senat hat den Haushalt bereits beschlossen, im Herbst beraten die Ausschüsse des Abgeordnetenhauses über die Ausgaben der beiden kommenden Jahre. Voraussichtlich im Dezember wird der Haushalt vom Landesparlament beschlossen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 20. Juli 2019 09:50 Uhr

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