Agentur für Sprunginnovationen: Berlin hofft auf Zuschlag

Agentur für Sprunginnovationen: Berlin hofft auf Zuschlag

Berlin hofft auf den Zuschlag für Deutschlands neue «Agentur für Sprunginnovationen».

Michael Müller

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Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin.

Sie soll nach den Plänen der Bundesregierung dafür sorgen, dass aus Ideen von Forschungsinstituten und Unternehmen mehr erfolgreiche Produkte als bislang entstehen, wie Forschungsministerin Anja Karliczek und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) am Mittwoch (17. Juli 2019) mitteilten. Ein Vorbild seien die USA. Chef der Agentur werde der Software-Unternehmer Rafael Laguna de la Vera. Als möglicher Standort gilt die Hauptstadt.

Gründungskommission empfiehlt Berlin als möglichen Standort

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) gratulierte Laguna de la Vera zu dessen Ernennung. Zugleich freue er sich sehr, dass die Gründungskommission die Metropolregion Berlin bereits als möglichen Standort für die Agentur empfohlen habe, sagte er am Mittwoch. «Ich bin zuversichtlich, dass wir auch den Gründungsdirektor für diese Idee begeistern und von den Vorteilen unserer Region überzeugen können.» Der gemeinsame Innovationsraum mit Brandenburg biete das richtige Umfeld für die Agentur. Die Entscheidung für den Standort solle im Einvernehmen mit Laguna de la Vera fallen, teilten die Bundesminister mit.

Künstliche Intelligenz, Klimaschutz und Gesundheit im Fokus

Sprunginnovationen setzen auf radikale technologische Neuerungen, haben aber auch neue Geschäftsmodelle und soziale Veränderungen im Blick. Es geht etwa um die Bereiche Künstliche Intelligenz, Klimaschutz und Gesundheit. Mit der Gründung der Agentur wird ein Beschluss des Bundeskabinetts umgesetzt. Die Agentur ist zunächst für eine Laufzeit von zehn Jahren geplant, für sie sind zur Zeit rund eine Milliarde Euro vorgesehen. Mit mehr Innovationen «Made in Germany» sollen so auch zukunftsfähige Arbeitsplätze in Deutschland entstehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 17. Juli 2019 13:28 Uhr

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