Streik sorgt für Einschränkungen bei Banken

Streik sorgt für Einschränkungen bei Banken

Bankkunden in Berlin und Brandenburg müssen heute und morgen mit eingeschränktem Service rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 8000 Beschäftigten zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern.

EC-Geldautomat

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Aufgerufen die Arbeit niederzulegen sind Mitarbeiter der Berliner Sparkasse, der Deutschen Bank, der Commerzbank, der LBS sowie der Berlin Hyp und der Investitionsbanken der Länder Berlin und Brandenburg. Die Beschäftigten wollen Mittwochvormittag (19. Juni 2019, 10 Uhr) vor das Brandenburger Tor ziehen.
Sie fordern 6 Prozent mehr Gehalt und wollen schon nach einem Jahr über die nächste Erhöhung verhandeln. Die Gewerkschaft will außerdem sechs bezahlte «Gesundheits- und Entlastungstage» pro Jahr sowie einen verbindlichen Anspruch auf Weiterbildung durchsetzen.

Verhandlungen gehen im Juli weiter

Verdi-Sekretär Sebastian Orthmann sprach von einer angespannten Lage. «Leider haben die Arbeitgeber auch in den bislang vier Verhandlungsrunden immer noch kein annehmbares Angebot unterbreitet, daher wird jetzt der Druck mit einem zweitägigen Warnstreik verstärkt.» Schon im April und Mai waren in Berlin und Brandenburg Bankangestellte in den Warnstreik getreten.
Die Arbeitgeber halten die Forderungen für unrealistisch. Die Branche habe wegen niedriger Zinsen und teurer Regulierung kaum Spielraum. In der vierten Tarifrunde boten die Arbeitgeber nach eigenen Angaben für einen 36 Monate laufenden Tarifvertrag Gehaltssteigerungen in drei Stufen um insgesamt 4,1 Prozent an. Die Verhandlungen für bundesweit 200.000 Beschäftigte gehen am 3. Juli in Berlin weiter.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 19. Juni 2019 07:30 Uhr

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