Ordnungsamt setzt Parkregeln auf «Thaiwiese» durch

Ordnungsamt setzt Parkregeln auf «Thaiwiese» durch

Das Ordnungsamt hat am Samstag den Aufbau der sogenannten Thaiwiese in Berlin-Wilmersdorf verhindert. Auch Polizisten waren im Preußenpark im Einsatz, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag sagte. Wie die «Berliner Morgenpost» berichtete, setzten die Beamten den gesamten Tag über die Parkordnung und Grünanlagenverordnung durch. Der Verkauf von Waren - also auch von Thai-Food der jahrelang geduldeten Straßenküchen - wurde demnach untersagt. «Ich habe die Wiese in den vergangenen zehn Jahren noch nie so leer gesehen», sagte ein Ordnungsamtmitarbeiter am Samstag der Zeitung.

Thaiwiese im Preußenpark in Berlin

© dpa

Polizisten gehen über den sogenannten "Thaipark". Foto: Jörg Carstensen/Archivbild

Das Ordnungsamt war am Sonntag zunächst nicht zu erreichen. Übereinstimmenden Berichten in sozialen Medien zufolge waren die Stände am Sonntag wieder aufgebaut, Besucher genossen bei heißem Wetter Getränke und Speisen.
Um die Straßenküchen am Wochenende im Preußenpark gibt es immer wieder Streit. Bezirksstadtrat Arne Herz (CDU) hatte Ende Mai gesagt, dass eine «erhebliche Übernutzung» wie während des heißen Sommers 2018 verhindert werden soll. Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) hatte ebenfalls Ende Mai angekündigt, dass der Thaipark neu geordnet werden soll. Der Markt solle künftig klare räumliche Grenzen bekommen und höchstens 60 Verkaufsstände haben. Der Plan soll im Herbst vorgestellt werden.
Früher war der Park vor allem ein Treff für deutsch-thailändische Paare und Familien. Inzwischen kommen am Wochenende auch andere Berliner und Touristen zu den Essensständen im Preußenpark. Der Markt, ein beliebtes Motiv bei Instagram, landete als Empfehlung in der «New York Times» und im Buch «111 Orte in Berlin, die man gesehen haben muss». Neben thailändisch wird auch vietnamesisch, koreanisch, chinesisch und japanisch gekocht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 2. Juni 2019 15:00 Uhr

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