Dokumentationszentrum Zwangsarbeit soll gestärkt werden

Dokumentationszentrum Zwangsarbeit soll gestärkt werden

Das Berliner Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit soll in seiner Arbeit gestärkt werden. Darin zeigten sich Abgeordnete des Kulturausschusses im Abgeordnetenhaus während einer Sitzung im Dokumentationszentrum in Berlin-Schöneweide weitgehend einig. Offen blieb am Montag zunächst die Frage, ob dies künftig besser in einer eigenständigen Stiftung oder in Zusammenarbeit mit der Topographie des Terrors realisiert werden kann.

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

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Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide. Foto: Jens Kalaene/Archivbild

Christine Glauning, Leiterin des Zentrums, verwies auf die kontinuierliche Ausweitung der Arbeit mit inzwischen zwei Sonderausstellungen, Seminarräumen und einer Begegnungsstätte. Dies spiegele auch die zunehmende Debatte um Entschädigung seit den 1990er Jahren wieder.
Für die Kulturverwaltung versicherte Staatssekretär Torsten Wöhlert, die Einrichtung solle weiter von einem Dokumentations- zu einem Kompetenzzentrum entwickelt werden. Das Thema Zwangsarbeit habe unstrittig einen hohen Stellungswert.
Allein in Berlin gab es während des Nationalsozialismus nach Angaben Glaunings etwa 3000 Lager für Zwangsarbeit, im damaligen Deutschen Reich rund 30 000 bis 40 000. Das Dokumentationszentrum in Schöneweide zählt zu den wenigen, noch weitgehend erhaltenen Anlagen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 27. Mai 2019 16:20 Uhr

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