Koalition darf sich nicht mit sich selbst beschäftigen

Koalition darf sich nicht mit sich selbst beschäftigen

Nach der Europawahl am Sonntag und ihren dramatischen Kräfteverschiebungen muss die rot-rot-grüne Koalition in Berlin nach Einschätzung von Linke-Chefin Katina Schubert rasch wieder in den Arbeitsmodus finden. «Ich gehe nach wie vor davon aus, dass wir einen Auftrag haben, dass wir einen Koalitionsvertrag haben», sagte Schubert der Deutschen Presse-Agentur. «Die Wähler erwarten, dass wir vernünftig arbeiten. Da ist keine Zeit, jetzt in Parteiquerelen zu versinken.»

Parteitag Linke Berlin

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Katina Schubert (Die Linke), Landesvorsitzende, spricht beim Parteitag ihrer Partei. Foto: Jörg Carstensen/Archiv

Bei der Wahl am Sonntag hatten die Grünen einen historischen Sieg eingefahren. Laut vorläufigem Endergebnis wurden sie mit 27,8 Prozent erstmals bei einer bundes- oder landesweiten Wahl stärkste Kraft in der Hauptstadt. Die SPD stürzte hingegen auf 14,0 Prozent ab - ihr schlechtestes Ergebnis überhaupt in Berlin. Die Linke büßte ebenfalls ein und kam auf 11,9 Prozent. Insgesamt votierten deutlich mehr als 50 Prozent der Wähler für eine der drei Koalitionsparteien.
Vor diesem Hintergrund sieht Schubert Rot-Rot-Grün weiter als Zukunftsmodell. Dies sei nun auch in Bremen möglich. Aber: «Die SPD wird lernen müssen, dass sie in solchen Konstellationen nicht mehr stärkste Partei ist», so Schubert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 27. Mai 2019 06:50 Uhr

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