Müller: Menschen bewegen andere Fragen als Nationalhymne

Müller: Menschen bewegen andere Fragen als Nationalhymne

Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) hält die von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) angestoßene Debatte um eine neue Nationalhymne für wenig realitätsnah. «Ich glaube, die Menschen bewegen andere Fragen mehr als eine Änderung der Nationalhymne», sagte Müller am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bin davon überzeugt, dass unsere Nationalhymne vielen Menschen etwas bedeutet», fügte er hinzu. «Sie bietet Identifikation und vielleicht auch Heimat. Deshalb wird sie bei besonderen Anlässen gespielt oder gesungen.»

Michael Müller

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Michael Müller (SPD), Bügermeister von Berlin, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Britta Pedersen/Archivbild

Nach Einschätzung des Linke-Politikers Ramelow singen auch 30 Jahre nach dem Mauerfall viele Ostdeutsche die Hymne nicht mit. Er plädierte in der «Rheinischen Post» für einen neuen Text, «der so eingängig ist, dass sich alle damit identifizieren können und sagen: Das ist meins».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 9. Mai 2019 17:30 Uhr

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