Wegner hält Jamaika-Bündnis für denkbar

Wegner hält Jamaika-Bündnis für denkbar

Berlins designierter neuer CDU-Chef Kai Wegner hält ein Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP in der Hauptstadt für denkbar. «Lasst uns sprechen, lasst uns Vertrauen aufbauen, lasst uns Unterschiede feststellen, aber auch gemeinsame Ziele festlegen, das kann ich mir mit Grünen und FDP vorstellen», sagte Wegner am Donnerstag dem Sender «105'5 Spreeradio». Die SPD sei hingegen «ziemlich ausgelaugt, wenn ich mir den Regierenden Bürgermeister und die Art und Weise des Regierens anschaue». Er habe das Gefühl, dass die Sozialdemokraten wieder eine Zeit in der Opposition bräuchten.

CDU-Politiker Kai Wegner

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CDU-Politiker Kai Wegner. Foto: Michael Kappeler/Archivbild

Mit AfD und Linken will Wegner, der am 18. Mai zum neuen CDU-Chef gewählt werden soll, nicht zusammenarbeiten. «Gerade in einer ehemals geteilten Stadt geht das mit der Partei der Täter von damals nicht», sagte er mit Blick auf die Linkspartei. Auch der AfD erteilte er eine Absage: «Solange Leute wie (Björn) Höcke in der Partei geduldet werden, die zweifelsohne menschenverachtend arbeiten und Menschen ausgrenzen, kann das kein Gesprächspartner für die CDU sein.»
Ein Jamaika-Bündnis gibt es derzeit in Schleswig-Holstein. In Baden- Württemberg und Hessen regieren Grüne und CDU zusammen. Im Rot-Rot- Grün regierten Berlin steht die nächste Abgeordnetenhauswahl 2021 an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 9. Mai 2019 16:00 Uhr

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