39 Sekunden fehlen: Final-K.o. für Spandau, Frauen siegen

39 Sekunden fehlen: Final-K.o. für Spandau, Frauen siegen

Nur 39 Sekunden trennen den Rekordpokalsieger Spandau 04 vom 31. Triumph. Am Ende siegt der Titelträger der beiden vergangenen Jahre Waspo Hannover im Fünfmeter-Krimi. Ein Akteur durfte trotz viel Ärger jubeln, aber in einer anderen Funktion.

Marko Stamm

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Der deutsche Wasserballer Marko Stamm. Foto: Srdjan Suki/Archiv

Düsseldorf (dpa) - Erst durfte Marko Stamm als Frauen-Trainer seinen Premieren-Titel feiern, dann erlebt er als Kapitän des Männerteams von Spandau 04 eine brutale Enttäuschung. «Wer mich kennt, weiß, dass man Ärger darüber gewaltig ist. Wir haben sozusagen auf Augenhöhe verloren, waren nicht etwa schlechter, sondern hatten halt ein bisschen weniger Glück», erklärte Stamm nach der Niederlage im Wasserball-Pokalfinale gegen den Erzrivalen Waspo 98 Hannover.
Am Ende hieß es am Samstag in Düsseldorf 9:10 (2:2, 3:3, 1:0, 0:1 - 3:4) nach dem Glücksspiel Fünfmeter-Werfen. «Das war ein Spiel mit Herz und Seele, Einsatz und Leidenschaft, eine klare Steigerung gegenüber unseren letzten Auftritten. Wir können aufrecht aus dem Becken gehen», sagte Wasserfreunde-Manager Peter Röhle.
Besonders bitter: Bis 39 Sekunden vor Abpfiff hatte Spandau mit 6:5 geführt und der Anhang rüstete sich schon zur Feier über den 31. Pokalsieg. Dann erzielte Waspo-Star Darko Brguljan den Ausgleich und erzwang die zusätzliche Spannungssteigerung. Von den fünf Schützen der Spandauer im Fünfmeter-Duell trafen drei, bei Hannover vier.
«Vielleicht sind wir dafür jetzt in der Meisterschaftsentscheidung dran», sagte der 30-jährige Stamm. Die Playoffs starten schon am Mittwoch mit dem Best-of-Five-Halbfinale gegen den OSC Potsdam. Erst im Finale könnte wieder Dauerkontrahent Waspo warten.
«Wenn wir etwas Positives aus dem Pokal mitnehmen, dann ist es die Erkenntnis, dass Hannover keineswegs unbezwingbar ist», erklärte Stamm. Die Spandauer Frauen mit ihm als Coach krönten schon jetzt ihrer erste Wettkampfsaison überhaupt: Sie schlugen im Pokalfinale das Damenteam von Waspo 98 Hannover mit 13:4.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 5. Mai 2019 14:20 Uhr

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