Berlin: Abgeordnete wollen Gedenkort für polnische NS-Opfer

Berlin: Abgeordnete wollen Gedenkort für polnische NS-Opfer

Mit einem zentralen Gedenkort im Herzen Berlins möchte ein fraktionsübergreifendes Bündnis von Bundestagsabgeordneten an die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnern. «Es ist unsere Aufgabe, die Erinnerung und das Gedenken an den deutschen Vernichtungskrieg gegen Polen und die nationalsozialistische Besatzung lebendig zu halten», schreibt die fünfköpfige Parlamentariergruppe um den CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak in einem gemeinsamen Gastbeitrag für den «Tagesspiegel» (Samstag).

Hintergrund ist der deutsche Überfall auf Polen, mit dem am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg begonnen hatte. Anlässlich des 80. Jahrestags solle «an prominenter Stelle in Berlin ein geeigneter Ort gefunden werden, der den Opfern des Krieges und der Besatzung in Polen gewidmet ist», heißt es in dem Text, den Ziemiak gemeinsam mit den Abgeordneten Dietmar Nietan (SPD), Alexander Müller (FDP), Thomas Nord (Linke) und Manuel Sarrazin (Grüne) verfasst hat. Der Gedenkort solle der Erinnerung und Aufklärung dienen sowie der Verständigung und dem Abbau von Vorurteilen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. Mai 2019 15:00 Uhr

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