Terror-Untersuchungsausschuss: Verbot der Fussilet-Moschee

Terror-Untersuchungsausschuss: Verbot der Fussilet-Moschee

Der Untersuchungsausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus zum islamistischen Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt Ende 2016 befasst sich heute mit dem früheren Verbot der Fussilet-Moschee. Als Zeuge geladen ist unter anderem ein Beamter aus der Senatsinnenverwaltung, die lange mit dem Verbotsverfahren beschäftigt war.

Fussilet-Moschee in Berlin

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Thema beim Terror-Untersuchungsausschuss ist der Verbot der Fussilet-Moschee. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archivbild

Die Moscheeräume in einem Haus in Moabit wurden im Februar 2017 geschlossen, der Fussilet-Moscheeverein nach zweijährigem Vorlauf verboten. Laut dem Verfassungsschutz trafen sich in der Moschee salafistische Islamisten. Einige von ihnen sollen als sogenannte V-Leute Informationen an die Polizei und den Verfassungsschutz geliefert haben. Auch der spätere Weihnachtsmark-Attentäter Anis Amri besuchte die Fussilet-Moschee immer wieder, zuletzt am 19. Dezember 2016, dem Tag des Terroranschlags.
Der Tunesier Amri steuerte seinerzeit einen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Er tötete insgesamt zwölf Menschen und verletzte mehr als 70. Drei Untersuchungsausschüsse wollen derzeit aufklären, warum die Polizeibehörden Amri nicht schärfer im Blick hatten und rechtzeitig aus dem Verkehr zogen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. Mai 2019 02:30 Uhr

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