Ermittlungen zu Künstlergruppe: Verband fordert Aufarbeitung

Ermittlungen zu Künstlergruppe: Verband fordert Aufarbeitung

In der Diskussion über umstrittene Ermittlungen gegen den Gründer der Künstlergruppe «Zentrum für politische Schönheit» (ZPS) hat der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller politische Aufarbeitung in einem parlamentarischen Untersuchungsausschusses verlangt, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heißt. Zu prüfen sei, ob im Bundestag ein solcher Untersuchungsausschuss einzurichten sei, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes, Leander Sukov.

"Denkmal der Schande"

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Das «Denkmal der Schande», ein verkleinerter Nachbau des Berliner Holocaust-Mahnmals, in Bornhagen im Eichsfeld. Foto: Swen Pförtner/Archiv

Die Staatsanwaltschaft Gera hatte gegen den ZPS-Gründer wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Hintergrund war die Nachbildung des Berliner Holocaust-Mahnmals, die die Gruppe in Nachbarschaft des Wohnhauses von AfD-Politiker Björn Höcke im thüringischen Bornhagen (Eichsfeld) im November 2017 aufgestellt und die viel Aufsehen erregt hatte. Die Ermittlungen sind inzwischen - nachdem sie bekannt und öffentlich kritisiert worden waren - eingestellt worden.
Bereits am Donnerstag hatte das Berliner Maxim Gorki Theater in einem offenen Brief gefordert, den Vorfall aufzuarbeiten. Das Schreiben unterzeichneten laut Theater viele Kulturschaffende, darunter Herbert Grönemeyer, Jan Böhmermann und Katja Riemann.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 12. April 2019 18:20 Uhr

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