Landesregierung fordert Überarbeitung der Düngeverordnung

Landesregierung fordert Überarbeitung der Düngeverordnung

Die rheinland-pfälzische Ampel-Landesregierung hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) aufgefordert, die Novelle der Düngeverordnung noch einmal zu überarbeiten. Die Vorschläge würden in der Praxis in vieler Hinsicht kontraproduktiv wirken, kritisierte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) am Freitag im Bundesrat in Berlin.

Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen)

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Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz. Foto: Arne Dedert/Archiv

Statt an die Ursachen der Belastungen wie die Gülle und die Gärreste aus Biogas-Anlagen zu gehen, nehme die Bundesregierung «alle bäuerlichen Betriebsarten in Mithaftung», heißt es in der Entschließung der Landesregierung. «Zudem waren die Länder bisher nicht ernsthaft einbezogen», kritisierte Höfken.
Die vom Bund vorgelegten Änderungen begrenzten gerade die Bio- und anderen bäuerlichen Betriebe, die die Gewässer vor Nitrat schützten, kritisierte die Ministerin. So würde etwa die Regelung zum Stickstoffdüngebedarf für Öko-Gemüsebaubetriebe das wirtschaftliche Aus bedeuten. «Da in der Folge viele Kulturen wie Blumenkohl, Brokkoli oder Spinat nicht mehr angebaut werden können.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 12. April 2019 12:40 Uhr

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