Merkel verzichtet auf Bild der Preußenstiftung

Merkel verzichtet auf Bild der Preußenstiftung

Nach Zweifeln an der Künstlerwahl verzichtet Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf eine Leihgabe von Bildern der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK). «Die Bundeskanzlerin hat entschieden, kein weiteres Bild aus dem Bestand der SPK für ihr Arbeitszimmer zu entleihen», sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Berlin. Darüber sei die Stiftung informiert worden.

Bundeskanzleramt

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Das Bundeskanzleramt mit der Eisenskulptur des baskischen Bildhauers Eduardo Chillida in Berlin. Foto: Rainer Jensen/Archiv

Merkel hatte bisher zwei Gemälde des Malers Emil Nolde (1867-1956) im Kanzleramt hängen. Der Expressionist Nolde wurde von den Nazis als «entarteter Künstler» diffamiert. Gleichzeitig war er nach Erkenntnissen von Kunsthistorikern überzeugter Nationalsozialist und Antisemit. Im Zusammenhang einer Ausstellung hatte Merkel beide Arbeiten zurückgegeben. Künftig sollten zwei Gemälde des Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) bei Merkel hängen. Doch auch von diesem Künstler sind antisemitische Äußerungen bekannt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. April 2019 16:30 Uhr

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