Nach Nolde-Rückgabe auch Schmidt-Rottluff wieder unklar

Nach Nolde-Rückgabe auch Schmidt-Rottluff wieder unklar

Nach der Rückgabe von Gemälden des NS-belasteten Malers Emil Nolde aus den Arbeitsräumen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stehen nun die bereits als Ersatz genannten Arbeiten des Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff wieder in Frage. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird erneut über mögliche Leihgaben verhandelt. «Es ist noch keine definitive Entscheidung gefallen, welche Kunstwerke im Amtszimmer der Kanzlerin künftig hängen werden», hieß es dazu am Samstag bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als Leihgeberin. Von Seiten der Regierung gab es zunächst keine Stellungnahme.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht in ihrem Büro im Bundeskanzleramt mit Journalisten. Foto: Kay Nietfeld/Archivbild

Nolde (1867-1956) wurde von den Nazis als «entarteter Künstler» diffamiert. Gleichzeitig war der Maler NS-Parteimitglied und nach Auffassung von Kunsthistorikern ein Antisemit, Rassist und überzeugter Nationalsozialist. Dies will eine Ausstellung in Berlin von der kommenden Woche an neu beleuchten. Von Schmidt-Rottluff (1884-1976) sind antisemitische Äußerungen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs bekannt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 6. April 2019 14:10 Uhr

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