Russische «Nachtwölfe» wollen wieder Tag des Sieges feiern

Russische «Nachtwölfe» wollen wieder Tag des Sieges feiern

Der nationalistische russische Biker-Club «Nachtwölfe» sieht vor seiner geplanten Tour von Moskau nach Berlin zum Weltkriegsgedenken keine Hindernisse bei der Einreise in die EU. «Wir haben keinerlei Befürchtungen», sagte der Club-Präsident, Alexander Saldostanow, der auch unter dem Namen «Chirurg» bekannt ist. «Wir halten uns an alle Gesetze», sagte er am Freitag im Moskau.

Präsident der «Nachtwölfe» Alexander Saldostanow

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Der russische Rocker Alexander Saldostanow wird vom russischen Fernsehen interviewt. Foto: Claudia Thaler

Immer wieder wurden Mitglieder der Gruppe an der Einreise in die EU gehindert. Einige Länder kritisierten die Tour als Provokation und werteten die Gruppe als Sicherheitsrisiko.
Mehrere Dutzend Biker wollen am 26. April in Moskau mit ihrer umstrittenen Tour unter dem Titel «Wege des Sieges - nach Berlin» starten. Wie in den vergangenen Jahren wollen sie auf ihrer Fahrt auch über Polen, die Slowakei und Tschechien reisen. Ziel ihrer Rundfahrt ist das sowjetische Ehrenmal in Berlin. Das wollen sie am 9. Mai, der in Russland als «Tag des Sieges» über Hitlerdeutschland vor 74 Jahren gefeiert wird, erreichen.
«Der Sieg ist das Fundament Russlands», sagte Saldostanow. Deshalb sei es wichtig, weiter an der Tour festzuhalten und die Soldaten der Roten Armee zu ehren. Die «Nachtwölfe» gelten als Unterstützer von Präsident Wladimir Putin und der Einverleibung der ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim sowie als extreme Nationalisten.
Erst am Donnerstag hatte Putin ein neues Weltkriegs-Museum in Moskau unter den Namen «Mahnwache des Gedenkens» eingeweiht. Dadurch fördere man echten Patriotismus, aus dem eine neue Generation wachsen werde, sagte der Kremlchef.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. April 2019 16:10 Uhr

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