Beucher beklagt Nachwuchs-Problem im Behindertensport

Beucher beklagt Nachwuchs-Problem im Behindertensport

Friedhelm Julius Beucher hat als Präsident des Deutschen Behindertensport-Verbandes (DBS) «ein handfestes Nachwuchs-Problem» beklagt. «Wir sind von sportaffinen Schulleitern abhängig, denn wir benötigen Hinweise, wo es in Regelschulen behinderte Jugendliche gibt, die wir eventuell für einen Sport begeistern können», sagte Beucher beim Parlamentarischen Abend des DBS am Mittwoch in Berlin.

Friedhelm Julius Beucher

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Friedhelm Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS). Foto: Jens Büttner/Archiv

Zentraler Punkt der Veranstaltung war der zehnte Jahrestag der Verabschiedung der UN-Behindertenrechts-Konvention durch den Bundestag am 26. März 2009. «Die Konvention war ein Meilenstein, aber kein Schlussstein», sagte Bundesarbeits- und -sozialminister Hubertus Heil (SPD).
Auch Beucher kündigte an, die paralympische Bewegung und den Breitensport im Behinderten-Bereich weiter voran zu treiben. «Wir ruhen uns nicht aus, wir haben noch viel zu tun. Sport ist ein Inklusionsmotor», erklärte der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete.
Heil erinnerte daran, dass die Sportstätten im Allgemeinen und die Situation für Benachteiligte auf dem Land im Besonderen stark zu wünschen übrig lasse. «Es gibt gerade im Breitensport noch Luft nach oben, aber wir müssen nicht im Frust ersaufen. Wir müssen über Barrierefreiheit gerade im ländlichen Raum nachdenken, wobei es um Behinderte, Ältere und auch Leute, die einen Kinderwagen zu schieben haben, geht. Da muss man an ein Sonderprogramm denken», forderte der Minister. Beucher wies darauf hin, dass Behindertensport nicht nur alle zwei Jahre betrieben werde. «Wir benötigen Unterstützung auch in den Jahren ohne Paralympics», sagte er.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 3. April 2019 23:10 Uhr

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