Steinmeier: Angst vor Veränderungen auch in Weimar begründet

Steinmeier: Angst vor Veränderungen auch in Weimar begründet

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht einen aktuellen Unwillen für Veränderungen auch in der krisenhaften Zeit der Weimarer Republik begründet. «Die Angst vor krisenhaften Veränderungen, die viele heute umtreibt, die Angst vor einem Kontrollverlust - diese «German Angst» gilt nicht zu Unrecht auch als das Erbe dieser Zeit», sagte Steinmeier am Dienstag in Berlin während einer Veranstaltung im Schloss Bellevue zu Kunst und Kultur dieser Zeit.

Bundespräsident Steinmeier

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Steinmeier: Angst vor Veränderungen auch in Weimar begründet. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archivbild

Für die existenziellen Bedrohungen der Weimarer Republik wie Revolution, Bürgerkrieg, Inflation, Massenarbeitslosigkeit, Hunger und politische Gewalt finde sich keine Entsprechung im Deutschland der Gegenwart, sagte Steinmeier. In der Welt dagegen schon. «Und die ist mit der Globalisierung kleiner geworden.»
Mit der Faszination für das kulturell so ungemein produktive Jahrzehnt verbindet sich nach den Worten Steinmeiers «immer auch ein Unbehagen». Eine gefestigte Demokratie brauche die Herausforderungen der Moderne nicht fürchten. Die Weimarer Republik sei dies eben nicht gewesen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 2. April 2019 20:00 Uhr

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