Weniger Chöre: Aber freie Singformate beliebter

Weniger Chöre: Aber freie Singformate beliebter

Während manchen klassischen Chören im ländlichen Raum die Mitglieder ausgehen, werden freie Singgruppen beliebter. Das sagte Moritz Puschke, künstlerischer Leiter des Deutschen Chorverbands, der Deutschen Presse-Agentur. «Seit etwa zehn Jahren gibt es immer mehr offene und spontane Sängerformationen», sagte er. «Das wird noch mehr Konjunktur bekommen.» Als Beispiele nannte er Kneipenchöre, den Berliner «Ich-kann-nicht-singen-Chor», das Format «Sing dela Sing» und die Veranstaltungsreihe «Rudelsingen».

Zahlreiche Besucher beim «Rudelsingen»

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Besucher nehmen an einer Veranstaltungen zum «Rudelsingen» teil. Foto: Joachim Pantel/Rudelsingen/Archivbild

Die Zahl der klassischen Chöre sinkt hingegen. Nach Angaben des Deutschen Musikrats gab es 2018 knapp 56 000 Chöre in Deutschland. 2015 waren es mit 59 000 noch rund sechs Prozent mehr. Zwar gebe es im ländlichen Raum vielerorts ein Chorsterben, so Puschke. In den Städten hätten aber auch klassische Chöre Zulauf.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 2. April 2019 08:00 Uhr

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