Lehrerverband kritisiert Beschluss der SPD zur Bundeswehr

Lehrerverband kritisiert Beschluss der SPD zur Bundeswehr

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Hans-Peter Meidinger, hat den Beschluss der Berliner SPD gegen Bundeswehr-Besuche an Schulen als schweren Fehler bezeichnet. «Ich bin entsetzt. Das ist etwas, was ich von der Linken erwartet hätte, aber nicht von der SPD in der Hauptstadt», sagte Meidinger dem «Tagesspiegel» (Dienstag). Er habe noch von keiner Schule gehört, dass die Bundeswehr an Schulen Werbung für Töten und Sterben mache. Zudem finde das Werben der Bundeswehr als Arbeitgeber, anders als die Informationsveranstaltungen mit Jugendoffizieren, außerhalb der Schulzeiten statt. So könnten sich Berufsschüler zum Beispiel in Bundeswehr-Infobussen an Schulen über die dortigen Arbeitsmöglichkeiten informieren.

Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr stehen in einer Reihe

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Soldaten und Soldatinnen vom Wachbataillon der Bundeswehr stehen in einer Reihe. Foto: Kay Nietfeld/Archivbild

Der Vorsitzende des Verbands der Soldaten der Bundeswehr, Andreas Füllmeier, sagte der Zeitung: «Der Beschluss der Berliner SPD ist für uns Soldaten sehr demotivierend.» Die Berliner SPD bestärke mit ihrem Beschluss das «recht kontroverse Bild der Bundeswehr» in der Öffentlichkeit. «Es schmerzt, dass unser Dienst hierzulande kaum gewürdigt wird», sagte Füllmeier.
Berlins SPD hatte auf einem Landesparteitag am vergangenen Samstag einen Antrag für ein Werbeverbot der Bundeswehr an Schulen beschlossen. «Es wird militärischen Organisationen untersagt, an Berliner Schulen für den Dienst und die Arbeit im militärischen Bereich zu werben», hieß es in dem Text. Dieser Beschluss wurde daraufhin auch von Vertretern der Bundes-SPD kritisiert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 2. April 2019 05:40 Uhr

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