Usedomer Literaturtage: Start mit Diskussion

Usedomer Literaturtage: Start mit Diskussion

Große Autoren der Gegenwartsliteratur geben sich in den nächsten Tagen auf Usedom fast die Klinke in die Hand. Auf der Insel haben am Sonntag die 11. Usedomer Literaturtage begonnen. Eröffnet wurden sie unter dem Motto «Denk' ich an Deutschland» in Zinnowitz mit einer Podiumsdiskussion zur Stellung der Bundesrepublik im zukünftigen Europa. Zu der Veranstaltung kamen auch Gäste aus Polen, wie ein Sprecher der Organisatoren sagte. Am Abend stand ein Gespräch mit dem früheren «Tatort»-Kommissar Peter Sodann (82) über dessen Bibliothek auf dem Programm. Er hat nach der Wende Millionen von DDR-Büchern gesammelt.

Donna Leon

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Die US-amerikanische Autorin Donna Leon. Foto: Arne Dedert/Archiv

Bis zum 6. April lesen die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller (65), der Schriftsteller Martin Walser (92) und die amerikanische Krimiautorin Donna Leon (76), außerdem Ex-Bundestagspräsident Norbert Lammert (70) und die Literaturpreisträgerin 2019, Jenny Erpenbeck (52). Der Autor Martin Walser kann am 3. April allerdings nur auf der Leinwand dabei sein, wie die Veranstalter mitteilten. Aus gesundheitlichen Gründen lese der 92-Jährige im heimatlichen Überlingen am Bodensee. Gespräch und Lesung werden per Satellit in den Heringsdorfer Kaiserbädersaal übertragen.
Vollgepackt ist der 6. April: Die Berliner Schriftstellerin Jenny Erpenbeck erhält in Ahlbeck den mit 5000 Euro dotierten Usedomer Literaturpreis. Sie sei eine «mutige und authentische Stimme der deutschen Gegenwartsliteratur», begründete die Jury ihre Entscheidung und hob insbesondere zwei Romane hervor: «Heimsuchung» (2008) und «Gehen, ging, gegangen» (2015). Am Nachmittag bringt «Donna Leon privat» italienisches Flair nach Heringsdorf, am Abend liest Herta Müller aus ihrem neuesten Werk «Im Heimweh ist ein blauer Saal».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 31. März 2019 15:30 Uhr

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