Berliner Sozialgericht mit neuem Präsidenten

Berliner Sozialgericht mit neuem Präsidenten

Deutschlands größtes Sozialgericht in Berlin hat nach monatelanger Vakanz wieder einen Präsidenten. Der Jurist Hans-Christian Helbig bekam am Donnerstag seine Ernennungsurkunde. Sie wurde ihm von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) überreicht. Die Stelle war seit August 2017 nicht besetzt, nachdem Präsidentin Sabine Schudoma an die Spitze des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg wechselte.

Berliner Sozialgericht mit neuem Präsidenten

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Helbig (l-r), Gädeke und Behrendt (Die Grünen) sitzen bei einer Veranstaltung im Sozialgericht Berlin in Mitte. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Behrendt würdigte laut Mitteilung die vielseitigen Erfahrungen des neuen Präsidenten. Der 1964 in Schleswig geborene Helbig arbeitet demnach seit Oktober 1998 beim Sozialgericht in der Hauptstadt. Zehn Jahre später wurde er dort Vizepräsident.
Der Rechtswissenschaftler ist derzeit auch Vorsitzender des Bundeswahlausschusses für die Sozialversicherungswahlen. Anfangs war Helbig auch juristischer Mitarbeiter der Treuhand und Referent beim Bundesversicherungsamt.
Beim Berliner Sozialgericht gingen im vergangenen Jahr rund 29 500 neue Verfahren ein. Etwa 47 Prozent davon betrafen Hartz-IV-Streitigkeiten. Das Gericht hat laut Justizangaben etwa 350 Mitarbeiter, davon 136 Richterinnen und Richter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. März 2019 12:40 Uhr

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