Giffey fordert mehr Engagement für Lohngleichheit

Giffey fordert mehr Engagement für Lohngleichheit

Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) hat schnellere Verbesserungen bei Lohnungleichheiten zwischen Männern und Frauen gefordert. Bei einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor forderte die Ministerin am Montag unter anderem Flächentarife für soziale Berufe, in denen Frauen mit 80 Prozent die Mehrzahl der Angestellten ausmachten.

Kundgebung zum "Equal Pay Day"

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Franziska Giffey (SPD), Bundesfamilienministerin, bei einer Kundgebung zum "Equal Pay Day" auf dem Pariser Platz. Foto: Bernd von Jutrczenka

Um die Lohnlücke zwischen Männer und Frauen von 21 Prozent zu schließen brauche es zudem eine Ausweitung des Entgelttransparenzgesetzes auf alle Betriebe. Das Gesetz ist seit 2018 in Kraft und gibt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Unternehmen mit über 200 Beschäftigten unter bestimmten Voraussetzungen das Recht Auskunft über die Höhe der Gehälter im Betrieb zu erhalten. Das Gesetz solle im Sommer ausgewertet werden, sagte Giffey.
Unter dem Motto «Recht auf mehr» hatten sich Gewerkschafts- und Parteienvertreter zu einer Kundgebung anlässlich des symbolischen Equal Pay Days vor dem Berliner Wahrzeichen versammelt. Rechnet man die 21 Prozent Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen in Arbeitsstunden um, arbeiteten Frauen in diesem Jahr bis zum 18. März unbezahlt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 18. März 2019 13:30 Uhr

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