Umgang mit kolonialem Erbe: Keine Einigung erwartet

Umgang mit kolonialem Erbe: Keine Einigung erwartet

Die Kulturminister der Länder kommen heute erstmals in neuer Runde zusammen. Das im vergangenen Jahr gegründete Gremium befasst sich unter dem Vorsitz Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) auch mit dem umstrittenen Umgang mit kolonialem Erbe in Museen und Sammlungen. Bis kurz vor der Sitzung wurde um klare Regelungen gerungen. Erwartet werden zunächst nur einige Eckpunkte. Die Länderrunde trifft auch mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) zusammen.

Kultursenator Carsten Brosda

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Der Kultursenator Carsten Brosda (SPD) spricht im Rathaus. Foto: Maja Hitij/Archiv

«Wir stellen uns der historischen Verantwortung im Zusammenhang mit dem deutschen Kolonialismus und der Verantwortung, die sich aus von kolonialem Denken geprägten Handlungen ergeben hat», heißt es in einem der dpa vorliegenden Entwurf. Aufarbeitung der Kolonialgeschichte gehöre zum demokratischen Grundkonsens. Mit den Herkunftsländern solle über Rückführungen verhandelt werden. Zuvor waren auch Passagen enthalten, in denen Kolonialismus als «Verbrechen gegen die Menschlichkeit» und als «System der Unrechts- und Gewaltherrschaft» bezeichnet wurde. Diese wurden mit Blick auf mögliche internationale und rechtliche Konsequenzen gestrichen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. März 2019 01:10 Uhr

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