Czaja fordert Umdenken in Wohnungspolitik

Czaja fordert Umdenken in Wohnungspolitik

FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja hat ein Umdenken des Berliner Senats in der Wohnungspolitik gefordert. «Es hilft unserer Stadt und den Menschen überhaupt nicht, über einen Rückkauf einst verscherbelter Wohnungen nachzudenken», sagte Czaja am Samstag auf einem FDP-Landesparteitag. «Ganz im Gegenteil: Jeder Cent und alle Kraft müssen in eine Neubau-Offensive fließen.» Statt über «den größten Tabubruch» - Enteignungen - ernsthaft zu debattieren, müssten endlich die dringend benötigten mindestens 200 000 Wohnungen gebaut werden, sagte er.

Sebastian Czaja

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Sebastian Czaja (FDP) nimmt an einer Podiumsdiskussion teil. Foto: Britta Pedersen/Archiv

«Der Weg zu bezahlbarem Wohnraum ist klar: Neubau, Umbau, Ausbau - gerne auch serieller Bau», so Czaja. «Nutzen wir die bereits vorhandenen Potenziale: ausgediente Einkaufszentren, alte Parkhäuser, überbaubare Supermärkte.» Im Roten Rathaus regiere - auch im Hinblick auf andere Herausforderungen für die Stadt - ein «Bündnis der Ängstlichen», ergänzte Czaja.
Auf dem Parteitag ging es auch um die Europawahl am 26. Mai, bei der es aus Sicht der Liberalen «um eine Verteidigung der europäischen Erfolge und Freiheiten» geht. Nötig sei aber auch, die EU besser und stärker zu machen, etwa durch mehr Bürgernähe und Mitspracherecht, hieß es in einem Antrag der Parteispitze.
Dort wird auch vorgeschlagen, in allen Ämtern Europas Englisch als zweite Verwaltungssprache neben der jeweiligen Nationalsprache einzuführen. Hier könne der Berliner Senat als Vorbild agieren, auch um die Stadt noch attraktiver für internationale Unternehmen zu machen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 9. März 2019 12:20 Uhr

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