BUND und Kirchen rufen zum Fasten für das Klima auf

BUND und Kirchen rufen zum Fasten für das Klima auf

Sieben Wochen Verzicht: In der diesjährigen Fastenzeit soll das Klima im Mittelpunkt stehen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Kirchen rufen mit unterschiedlichen Aktionen dazu auf, bis Ostern für den Klimaschutz zu fasten.

Unter dem Hashtag #plastikfasten will der BUND Verbraucher auf die Probleme mit Wegwerfprodukten und Einwegverpackungen aufmerksam machen. «Wir fordern die Menschen auf, genau hinzugucken und zu entscheiden: Brauche ich das Produkt und gibt es das auch ohne Plastikverpackung?», sagte der BUND-Abfallexperte Rolf Buschmann laut einer Mitteilung der Umweltorganisation. Beim Einkaufen können demnach Baumwollbeutel und Obstsäckchen helfen, Plastik zu reduzieren. Im Idealfall diene die Fastenzeit als Probezeit, um langfristig auf Plastik zu verzichten.
Gemeinsam mit anderen Kirchen in Deutschland ermutigt auch das Erzbistum Berlin zum «Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit». Die sieben Fastenwochen sind dabei laut einer Mitteilung des Erzbistums einzelnen Aktionen gewidmet, darunter «fairer Konsum», «anders unterwegs sein» oder «plastikfrei leben». Eine Fastenbroschüre soll Anregungen liefern, den eigenen Lebensstil zu hinterfragen.
Die Fastenzeit gilt als Vorbereitung auf Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Sie beginnt mit dem Aschermittwoch und endet mit der Osternacht. Christen sollen in diesem Zeitraum als Zeichen von Buße und Besinnung Genüssen entsagen. Das Konzil von Nicäa im Jahr 325 schrieb vor Ostern ein vorangehendes 40-tägiges Fasten vor - die Zeit, die Jesus in der Wüste verbrachte. Von Aschermittwoch bis Ostern vergehen mehr als 40 Tage - doch werden Sonntage nicht mitgerechnet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. März 2019 08:40 Uhr

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